Waldkraiburg - Schnupftabakdose oder Gamsbart zählen zu den herkömmlichen Stücken, die Mann auf einem Volksfest trägt. Polizeibeamte wurden jetzt mit einem weiteren Accessoire gesehen.

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Das Kennzeichen der Waldkraiburger Volksfestpolizei.
Für die Wiesnzeit schmückt die Uniform das bunte Volksfest-W.
Schießen ist nicht so einfach. Die Polizisten müssen es können. Politiker nicht unbedingt. Als Charlotte Konrad bei der Siegerehrung des Promischießens zusammen mit Helga Klika auf dem letzten Platz landete, meinte ein Besucher aus Landshut trocken: "Wenn ihr Stadträte in der Politik aa so schiaßt's - na Bravo. Bei uns werd' ma nur Stadtrat wenn man 99 von 100 trifft." Die Bürgermeistersgattin Helga Klika nimmt es gelassen. Mit ihrem Ergebnis hatte sie ohnehin schon gerechnet, schließlich habe sie "links oben hingezielt und rechts unten getroffen".
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Einen Schlafplatz hatten sie noch nicht. Den beiden Burschen reiche ein alter Holzschuppen, für ein Hotel haben sie kein Geld. Sternenzelt-Wirt Andi Münzlochner hatte wohl ein wenig Mitleid und gab ihnen ein Bier aus. Roman war schon seit anderthalb Jahren unterwegs, Tobias seit zwei Monaten. Drei Jahre und einen Tag dürfen sie nicht näher als 50 Kilometer an ihren Heimatort heran und auch kein Handy benutzen, berichtet Zimmerer Tobias. Ob das seine Freundin gefällt? "Die gibt es nimmer, mir war die Walz wichtiger."
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Auf der Walz, so kommt sich derzeit auch Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer vor. Ständig muss er in den Volksfesttagen den Ersten Bürgermeister auf auswärtigen Arbeitsterminen vertreten, während der auf den angenehmen Wiesnevents repräsentiert. Am Tag der Nachbarschaft haben beide auf der Wiesn gefeiert.
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Gefeiert hat auch Markus Stern, seinen sportlichen Erfolg. Beim Schießen landete er einen Punkt vor dem Bürgermeister und freute sich diebisch, fast so wie über sein Angebot an den Redakteur der Nachrichten am Eingang zum Weißbierkarussell: "Mei, Herr Grundner, mit Eahna dad i gern amoi so richtig Karussell fahrn."
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Eigens für die Krippenkinder der Kindertagesstätte St. Christophorus haben die Fahrenschons spontan auf Anfrage am Vormittag ihr Kinderkarussell geöffnet. "Das kam sehr gut an", dankte Leiterin Kerstin Haider den Schaustellern in einem Brief, schließlich sind die Schützlinge noch ganz kleine Zwergerl und konnten so in Ruhe und ohne Trubel und Drängen fahren.
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Die Schausteller sind überhaupt sehr kinderfreundlich. Sie stiften jedes Jahr für den Wagen beim Einzug und den Kletterbaum beim Kindertag Freichips und Gutscheine im Wert von bis zu 4000 Euro. Schaustellersprecher Dieter Rilke sammelt die Chips bei seinen Kollegen ein und übergibt sie Wiesnbürgermeister Norbert Meindl. Und wenn welche überbleiben, gehen sie retour - und werden nicht verramscht.
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Bei der Volksfestbesprechung mit allen Beteiligten, wie etwa Schaustellern, Stadtwerke, Polizei, Brauerei und BRK berichtete Polizeichef Georg Marchner von einer Anekdote. Im Vorjahr hatte man beim Volksfestauftakt am Freitag um 19 Uhr den ersten Volltrunkenen mit vier Promille. "Heuer war es fünf vor sieben, ebenfalls vier Promille."
kla/hg/Waldkraiburger Nachrichten



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